Die Grillsaison 2017 ist eröffnet!

Ob Zuhause im Garten oder auf dem Balkon, im Park oder am See, sobald die Sonnenstrahlen wärmer und die Tage länger werden, zieht es zahlreiche Menschen an den Grill. Denn das Grillen gehört zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Deutschland. Aber Grillen ist viel mehr als nur Würstchen und Co. richtig einzuheizen.

Egal, ob Kugelgrill oder Schwenkgrill, Gas oder Elektro, handlicher Picknickgrill oder großer Barbecue-Smoker – für jede Vorliebe gibt es den passenden Grill. Die Auswahl ist riesig. Wir erklären Ihnen die verschiedenen Grillbauarten und Grillmethoden (direktes Grillen, indirektes Grillen, Räuchern) und verraten Ihnen alle wichtigen Tipps rund ums Grillen. Damit Sie für die Grill-Saison bestens vorbereitet sind.

Das Grillen ist eine der ältesten Methoden zur Zubereitung von Nahrungsmitteln. Bereits in der Steinzeit haben unsere Vorfahren ihr frisch erlegtes Wild über offenem Feuer gegrillt. Aus dieser ursprünglichsten Form des Grillens haben sich rund um den Globus die verschiedensten Grilltechniken entwickelt. Aber, warum grillen wir bis heute gerne unser Fleisch über offenem Feuer in der freien Natur, wo wir doch alle hochmoderne Induktionsherde und Mikrowellen in unseren Küchen haben? Die Antwort ist naheliegend – der Rauch, die Hitze und der Geruch von gegrilltem Fleisch wecken unsere Urinstinkte. Wir Männer fallen zurück in die Rolle des Jägers und Familienversorgers und unseren Frauen gefällt das.

Aus einer Studie von Lidl aus dem Jahr 2012 geht hervor, dass 80% der Männer nur sehr ungerne die Grillzange aus der Hand geben. 13% lassen überhaupt niemanden anderen an den Grill. Für die Frauen ist das weniger problematisch, denn gut die Hälfte aller Frauen möchte gar nicht selbst am Grill stehen. Wir können also ganz beruhigt unseren Urinstinkten folgen und ein paar Mal im Jahr in die Rolle des Neandertalers schlüpfen.

Grillmethoden

Direktes Grillen

Beim direkten Grillen werden die Kohlen gleichmäßig auf dem Kohlerost oder dem Boden des Grills verteilt. Die Verwendung eines Kohlerosts hat den Vorteil, dass die Kohle nicht unmittelbar auf dem Boden des Grills aufliegt und gut von unten belüftet wird. Es entsteht eine intensive und beständige Hitze. Das Grillgut wird direkt über den glühenden Kohlen platziert.

Bei Grillbauarten mit Deckel empfiehlt es sich, den Deckel zu schließen und ihn ausschließlich zum Wenden und Prüfen des Garstandes zu öffnen. Die Garzeit wird verkürzt und das Grillgut bekommt von beiden Seiten Hitze. Durch die Höhenverstellung des Grillrostes zur Glut kann die Garzeit und Grilltemperatur reguliert werden. Viele Grillgeräte sind zusätzlich mit Lüftungsschlitzen ausgestattet, durch die ebenfalls eine Temperaturregelung möglich ist. Wer die Temperatur genau im Auge behalten möchte, kann auf eine Temperatursonde oder ein Grillthermometer zurückgreifen. Bei hochwertigeren Bauarten ist das Grillthermometer in der Regel im Deckel integriert.

Direktes Grillen eignet sich hervorragend für Grillgut mit besonders kurzen Garzeiten wie Hamburger, Steaks oder Koteletts. Das Grillgut wird nach 4-5 Minuten – möglichst nur einmalig – gewendet und hat danach eine aromatische Kruste (Maillard-Reaktion). Durch die intensive Hitze von bis zu 270 Grad Celsius an der Oberfläche verschließen sich die Poren und das Fleisch bleibt innen saftig.

Tipp: Durch geschickte Aufteilung der Kohlen lassen sich verschiedene Hitzezonen anlegen (indirektes Grillen). So gelingt auch die Zubereitung von Grillgut, das weniger Hitze benötigt wie beispielsweise Fisch, Gemüse oder Brot.

Tipp: Wer beim Wenden des Grillguts auf Nummer sicher gehen will, sollte stets die Oberfläche des Steaks beobachten: Das Austreten von Fleischsaft aus den oberen Poren ist ein Zeichen dafür, dass die Poren auf der Unterseite verschlossen sind. Die Liebhaber des „blutigen Steaks“ sollten jetzt das Fleisch wenden. Wer es lieber leicht rosa mag wartet noch ca. eine Minute.

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Indirektes Grillen

Beim indirekten Grillen wird der Grill in verschiedene Zonen aufgeteilt. Die meisten Grillgeräte bieten hierfür Holzkohlehalterungen oder spezielle Holzkohlekörbe, die eine Aufteilung der Kohle deutlich vereinfachen.

Der Einsatz eines Kohlerosts sorgt auch beim indirekten Grillen für eine bessere Belüftung und damit für intensivere und beständigere Hitze. Zwischen den Holzkohlehalterungen wird eine Tropfschale aus Alu platziert, die mit etwas Wasser oder Bier gefüllt werden kann. Die Flüssigkeit in der Aluminiumschale sorgt für Luftfeuchtigkeit, die das Grillgut auch bei längeren Garzeiten nicht austrocknen lässt. Gleichzeitig fängt die Aluschale herabtropfendes Fett auf.

Das Grillgut wird beim indirekten Grillen nicht über, sondern neben der glühenden Kohle platziert. Die indirekte Hitze ermöglicht eine schonende Zubereitung ohne Wenden des Grillguts. Ein geschlossener Deckel und sich darin befindliche Lüftungsschlitze sorgen dafür, dass die Luft im Inneren des Grills zirkuliert. Durch das Öffnen und Schließen der Lüftungsschlitze lässt sich die Temperatur im Grill regulieren. Das Grillgut kann von allen Seiten gleichmäßig garen.

Die niedrige Hitze eignet sich perfekt für Grillgut mit Garzeiten von mehr als 15 Minuten wie dicke Fleischstücke, ganze Braten, Hähnchen oder auch Enten. Die Gartemperatur liegt in der Regel zwischen 150 und 200 Grad Celsius.

Tipp: Wer dem Grillgut eine rauchige Note verpassen möchte, kann in Wasser eingelegte Wood-Chips verwenden.

Tipp: Wer sein Stück Fleisch knusprig mag, kann das Fleisch vor oder nach dem indirekten Grillen noch kurz auf direkter Hitze scharf anbraten.

Tipp: Um eine perfekte Luftzirkulation zu erzielen, sollte die indirekte Zone genau unter den Lüftungsschlitzen im Deckel eingerichtet werden.

Tipp: Durch gelegentliche Bestreichen der Bratenoberfläche mit Öl entsteht eine knackige Kruste und das Innere bleibt saftig zart.

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Die verschiedenen Grillbauarten

Der Kugelgrill

Der Kugelgrill wurde von dem Amerikaner George A. Stephen in den frühen fünfziger Jahren erfunden. Stephen arbeitete im metallverarbeitenden Betrieb seines Vaters, indem auch Bojen aus Metall hergestellt wurden. Aus den Unterseiten zweier Bojen baute Stephen den ersten Kugelgrill – die Geburtsstunde des indirekten Grillens. Im Jahr 1952 ging Stephen mit dem Kugelgrill in Serienproduktion und gründete wenige Jahre später die Firma Weber-Stephen. Die Erfindung des Kugelgrills revolutionierte die Grillkultur in Amerika. Die bis dato verwendeten Grills aus Ziegelsteinen mussten dem mobilen Kugelgrill weichen. Später verbreitete sich der Kugelgrill um den ganzen Erdball. Noch heute gehört er wegen seiner Vielseitigkeit zu den beliebtesten Grillgeräten weltweit. Der Name Weber steht nach wie vor für sehr hochwertige Grillgeräte mit einer langen Lebensdauer. Aber auch andere Hersteller, wie Landmann, Outdoor Chef und Dancook sind in Deutschland sehr beliebt.

Aufbau und Funktion eines Kugelgrills

Der Kugelgrill besitzt an der Unterseite des Kessels Lüftungslamellen die über einen Hebel geöffnet und geschlossen werden können. Durch die heißen Kohlen im Inneren des Kessels wird frische, sauerstoffreiche Luft angezogen. Je weiter die Lüftungslamellen geschlossen sind, desto länger brennt die Holzkohle. Durch weniger Luftzufuhr kann die Temperatur im Inneren des Kessels gesenkt werden.
Einige Kugelgrill-Modelle besitzen einen Ascheauffangbehälter, der sich direkt unterhalb des Kessel befindet. Durch längliche Schlitze im Boden des Kessels kann die Asche in den Auffangbehälter fallen und leicht entsorgt werden. Die Schlitze lassen sich über einen Hebel öffnen und schließen.
Im unteren Drittel des Kessels befindet sich ein Kohlerost, auf dem eine Aluschale und drumherum die Kohlen platziert werden können. Holzkohlehälter oder  Holzkohlekörbe erleichtern die Aufteilung in verschiedene Zonen. Sie gehören nicht zur Standardausstattung, lassen sich aber leicht nachrüsten.

Tipp: Durch das Befüllen der Aluschale mit Wasser, Bier oder Wein entsteht Wasserdampf. Dieser sorgt dafür, dass das Grillgut schön saftig bleibt und nicht austrocknet. Der Inhalt der Auffangschale kann außerdem für die Zubereitung einer leckeren Soße verwendet werden.

Oberhalb des Kohlerost wird das Grillrost platziert. Bei den besseren Kugelgrill-Modellen ist im Grillrost ein aufklappbarer Einsatz integriert, um während des Betriebs Holzkohle nachzulegen.

Das Grillgut kann variabel über direkter oder indirekter Hitze abgelegt werden und so je nach Bedarf gegart werden.

Das Besondere beim Kugelgrill ist der Deckel. Dieser sollte beim indirekten Grillen nur selten vom Grill entfernt werden, da bei jeder Öffnung die komplette Hitze entweicht. Die Garzeit verlängert sich mit jedem Öffnen um bis zu 10 Minuten. Kontrollieren Sie die Temperatur im Kessel stattdessen mit einem Grillthermometer oder einer Temperatursonde. Die Lüftungslöcher im Deckel werden in der Regel komplett offen gelassen und sorgen für eine perfekte Luftzirkulation.

Tipp: Sie mögen Ihr Hähnchen gerne knusprig? Dann schließen Sie die Lüftungslöcher kurzzeitig, um die Temperatur im Kessel zu erhöhen.

Bei geschlossenem Deckel kann die frische sauerstoffreiche Luft, die von unten angezogen und durch die Kohlen erhitzt wird, an den Wänden des Grills aufsteigen und zirkulieren. Luftlöcher im Deckel lassen heiße Luft entweichen. Es entsteht eine Konvektion wie in einem Heißluftofen. Das Grillgut wird sehr schonend und ohne direkte Hitze gegart.

Tipp: Wer den typischen Rauchgeschmack eines Kugelgrills noch verstärken möchte, kann leicht gewässerte Wood Chips (Holzschnitzel aus Hartholz-Sorten, insbesondere Frucht- und Nussbaumhölzern) auf die Kohle legen. Diese geben, je nach Holzart, einen fabelhaften Geschmack an das Grillgut ab.

Der Grill ist auf einem Gestell mit drei Beinen montiert, von denen gewöhnlich zwei mit Rädern ausgestattet sind. Im unteren Bereich wird der Grill durch eine Ablagefläche stabilisiert. Die Räder ermöglichen den komfortabel Transport im Garten.

Kurz und Knapp – Der Kugelgrill

  • Allroundgerät (direktes Grillen oder indirektes Grillen)
  • Grillrost ist in verschiedenen Größen erhältlich ( 30cm – 100cm)
  • Grilltemperatur durch Lüftungslammen kontrollierbar
  • Großes Grillgut wie Braten oder Geflügel sind dank indirekter Hitze und der runden Form kein Problem
  • Beim indirekten Grillen mit dem Kugelgrill kann die Kohle nicht durch herabtropfendes Fett entzündet werden. Es entstehen keine Schadstoffe
  • Das Grillgut wird sehr zart und kann kaum anbrennen
  • Das dreibeinige Gestell sorgt für einen festen Stand auf fast allen Untergründen
  • Die zwei montierten Räder sorgen für ein leichten Transport im Garten

Worauf sollte man beim Kauf eines Kugelgrills achten?

  • Die Größe des Grillrosts spielt beim Kugelgrill eine entscheidende Rolle. Denn beim indirekten Grillen bleibt nur ca. ein Drittel der Grillfläche für das Auflegen des Grillguts. Es ist also ratsam, sich direkt für eine größere Variante mit mindestens 57 Zentimetern Durchmesser zu entscheiden.
  • Ein Thermometer ist beim Kugelgrill Pflicht. Denn der Deckel sollte stets geschlossen bleiben, um die Garzeit zu verkürzen. Es muss nicht unbedingt ein integriertes Thermometer sein. Viele Hersteller haben Temperatursonden, die den selben Zweck erfüllen.
  • Am Grill sollte eine Haltevorrichtung für den Deckel montiert sein. So kann der Deckel als Windschutz eingesetzt werden, sollte mal nicht mit geschlossenem Deckel gegrillt werden.
  • Der Griff des Deckels sollte aus hitzebeständigem Material gefertigt sein, damit man sich nicht die Finger verbrennt.
  • Achten Sie auf eine angenehme Arbeitshöhe für ergonomisches Grillen (ca. 84cm).

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Trichtergrill und Säulengrill

Aufbau und Funktion eines Trichter- bzw. Säulengrills

Diese beiden Bauarten unterscheiden sich nur geringfügig in ihrer Form. Der Trichtergrill hat eine rechteckige und der Säulengrill eine runde Grundfläche. Das Funktionsprinzip ist bei beiden Geräten identisch.

Der Korpus des Grills kann trichterförmig (Trichtergrill) oder rund (Säulengrill) sein. Darunter befindet sich der Kaminzug, dieser dient gleichzeitig als stabiles Standbein. Einige Modelle verfügen zusätzlich über einen Ascheauffangbehälter. Die Auflagefläche des Standbeins ist groß und bietet so auf ebenen Untergründen einen stabilen halt. Auf unebenen oder weichen Untergründen kann der Grill leicht kippen.

Der Trichtergrill funktioniert nach den altbewährten Kaminzug Prinzip. Die heißen Kohlen im Inneren des Korpus erzeugen einen Unterdruck, der kalte sauerstoffreiche Luft durch Lüftungslöcher am unteren Ende des Kaminzugs anzieht. Die Kohle wird so von allen Seiten ausreichend mit Sauerstoff versorgt und kann lange und konstant Hitze abgeben. Jegliche Art von Hilfsmitteln zur Luftzirkulation wie Blasebalk oder Fön sind überflüßig. Nach dem Anzünden braucht der Trichtergrill durch den Kaminzug gerade einmal 15 Minuten bis das Grillvergnügen losgehen kann.

Öffnen Sie die Belüftungsschlitze während des Anfeuerns und regulieren Sie die Luft herunter, sobald Sie das Grillgut auflegen. So sparen Sie mit dem Säulengrill Zeit und auch Brennmaterial.

Durch die im Kaminzug verbauten Lüftungsschlitze und die Höhenverstellung des Grillrostes zur Glut kann die Garzeit und Grilltemperatur reguliert werden. Gegrillt wird beim Trichtergrill über direkter Hitze, es eignet sich besonders gut für Grillgut mit kurzen Garzeiten, wie Bauch, Kotelett, Filet und Nackensteaks.
Viele Trichter- bzw. Säulengrills lassen sich nachträglich mit einem Deckel ausstatten. Indirektes Grillen ist somit nicht ausgeschlossen. Bei dieser Garmethode werden die Kohlen in verschiedene Hitzezonen aufgeteilt. Das Grillgut wird über einer Abtropfschale bei geschlossenem Deckel gegart. Es werden Temperaturen um die 150 bis 200 Grad erreicht, das Fleisch gart langsamer und bleibt innen schön saftig. Der Heißlufteffekt sorgt dafür, dass das Grillgut wenig bis gar nicht gewendet werden muss.

Kurz und Knapp – Trichtergrill und Säulengrill

  • Grillen über direkter Hitze
  • Grillrost in verschiedenen Größen erhältlich ( 38cm – ca. 100cm)
  • Einsatzbereit nach ca. 15 Minuten
  • Grillrost höhenverstellbar
  • Grilltemperatur durch Lüftungslammen kontrollierbar
  • Fester Stand auf ebenen Untergründen

Worauf sollte man beim Kauf eines Trichter- oder Säulengrills achten?

  • Aufgrund der starken direkten Hitze, sollte man auf ein höhenverstellbares Grillrost achten. Viele Grillhersteller bieten zusätzlich ein halbmond förmiges Ablagerost, um das Fleisch oder die Würstchen warm zu halten.
  • Achten Sie beim Kauf unbedingt auf einen ausreichend großen Fuß, damit der Grill einen festen Satnd hat. Für den leichteren Transport gibt es auch Modelle mit Rollen an der Bodenplatte.
  • Wer nicht auf den Genuß des indirekten Grillens verzichten möchte, sollte ein Modell mit Deckel wählen. Der Deckel kann auch beim direkten Grillen als Windschutz eingesetzt werden.
  • Achten Sie auf eine angenehme Arbeitshöhe für ergonomisches Grillen (ca. 84cm).

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Der Barbecue-Smoker

Ein Barbecue-Smoker ist ein echter Alleskönner unter den Grillgeräten. Je nach Ausstattung kann man mit einem Smoker Grillen, Backen und wie der Name schon verrät natürlich Räuchern. Der Smoker eignet sich besonders gut für große Fleischstücke, die auf einem normalen Grill keinen Platz finden.

Der Smoker wird mit Holz oder Kohle befeuert. Das Grillgut kann im heißen Rauch schonend gegart oder geräuchert werden. Je nach Ausstattungsvariante ist auch Grillen über direkter Hitze und das Kochen auf eine Kochplatte möglich.

Der Smoker macht aus jedem Grillabend ein ganz besonderes Erlebnis. Den BBQ-Smoker gibt es in zahlreichen Größen bis hin zum LKW-Auflieger bzw. Anhänger.

Vor der ersten Verwendung sollte der BBQ-Smoker ca. 1-2 Stunden eingefeuert werden, so können sich, durch den Ruß und die Feuchtigkeit im Holz die Poren des Stahls schließen. Es bildet sich eine Patina, die den Grill dauerhaft schützt. Achten Sie darauf, dass beim Einfeuern nicht zu hohe Temperaturen entstehen, 120-160 Grad Celsius sind optimal.

Aufbau und Funktion eines Barbecue Smokers

Der typische Barbecue Smoker besteht aus zwei Garkammern in denen unterschiedliche Temparaturen ereicht werden. In der Brennkammer oder auch Feuerbox genannt wird die Glut mithilfe von Kohle und Holz entfacht. Bei der Verwendung von Holzkohle oder Briketts können leicht gewässerte Wood Chips (Holzschnitzel aus Hartholz-Sorten, insbesondere Frucht- und Nussbaumhölzern) dazugegeben werden, diese verstärken den rauchigen Geschmack. Die Temperaturen erreichen bis zu 270 Grad Celsius.

Einige Modelle haben in der Brennkammer Platz für ein Grillrost, um das Fleisch über direkter Hitze scharf anzubraten. Die heiße Luft aus der Brennkammer wird über ein Rohr in die Garkammer geleitet.

In der Garkammer liegen die Temperaturen zwischen 90 und 200 Grad Celsius, je nach Abstand zur Brennkammer. Das Grillgut kann hier langsam durch indirekte Hitze garen und erhält je nach verwendeter Holzart ein leckeres rauchiges Aroma.  Auf der gegenüberliegenden Seite der Brennkammer befindet sich ein Abzug, durch den die heiße Luft aus der Garkammer entweichen kann.

Bei den größeren Modellen sind hier ebenfalls noch kleinere Garkammern eingesetzt in denen beispielsweise Fisch geräuchert werden kann. Die Temperaturen sind nochmal deutlich niedriger als in der großen Garkammer.

Die Hitze im BBQ-Smoker lässt sich auf verschiedene Art und Weisen regulieren. Als Erstes entscheidet die Wahl des Brennstoffs darüber, wie heiß das Feuer brennt. Auch die Menge des Brennstoffs ist entscheidend. Über Lüftungsklappen an der Brennkammer und am Abzug kann reguliert werden, wie viel Hitze und Rauch in der Garkammer ankommt. Um ein typisches Raucharoma zu erreichen, sollte man möglichst Fruchthölzer verwenden etwas herzhafter wird es mit Wallnussholz. Für Grillgut mit langen Garzeiten sollte man hochwertige Holzkohle verwenden, diese brennt länger als Holz und gibt eine intensivere Hitze ab. Zu Beginn und am Schluss wird etwas Holz oder Wood Chips nachgelegt, so erhält man trotz der Holzkohle ein rauchiges Aroma.

Schließen Sie die Lüftungsklappen am Abzug und in der Brennkammer um einen möglichst intensiven Rauchgeschmack zu erzeugen. Aufgrund der geringen Luftzirkulation bleibt die Temperatur niedrig und es entsteht sehr viel Rauch.

Kurz und Knapp – Der Barbecue Smoker

  • Vor dem ersten Betrieb, muss der Smoker eingefeuert werden
  • Grillen über direkter und indirekter Hitze
  • Räuchern, Backen und Kochen, je nach Ausstattungsvariante
  • Smoker muss ausreichend vorgeheizt werden
  • Grilltemperatur von ca. 60-270 Grad Celsius, je nach Belüftung und Entfernung zur Brennkammer

Worauf sollte man beim Kauf eines Barbecue Smokers achten?

  • Das Material beim Smoker ist entscheidend für das Ergebnis. Achten Sie auf eine ausreichende Materialstärke von mindesten 4mm und gut verarbeitete Schweißnähte, so kann die Hitze lange gespeichert werden.
  • Für den einfachen Transport sollte der Smoker mit zwei Rädern ausgestattet sein, so lässt er sich trotz Gewicht und Größe bequem im Garten transportieren.

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